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Leitbilder und Werte der Informationsgesellschaft WS 2010/2011 (Guiding Principles of the Information Society) - u.a. Thema Cloud Computing - neue Technologien, nur ein anderes Business Modell oder Bluff?

Gastdozent an der Uni Potsdam ist Dr. Dieter Klumpp, Direktor Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung, Stuttgart .

Der erste kurze Informationstermin am Mittwoch, 27. 10. 2010, 14:30-15:30, findet statt vor dem Raum 03.4.1.16 oder, Informatikgebäude Campus Griebnitzsee -  Dann am Donnerstag, den 11.11.2010 und am Donnerstag, 18.11.2010 .

DK

Allgemeiner Ansatz:

Geht man von Wikipedias Erklärungen aus, so bezeichnet Informationsgesellschaft das Leitbild einer auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) basierenden Transformationsgesellschaft und Informationsökonomie. Der gesellschaftlich prägende Prozess der Durchdringung aller Lebensbereiche mit IKT (Informations- und Kommunikationstechnik) wird auch Informatisierung genannt. Er induziert Veränderungen unseres kollektiven Bewusstseins und wandelt bestehende gesellschaftliche Wertvorstellungen. 

Der Begriff Innovationsrahmen (im europäischen Kontext: „Innovation Framework“) beschreibt ein Leitbild für die Informationsgesellschaft, das mit frühzeitiger Rahmenbestimmung für Technologien, Märkte und Gesellschaften im diskursiven Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft, und Verwaltung mit Empfehlungskraft für Politik und Gesellschaft neue Wege gangbarer und berechenbarer macht.

 Viele hochinnovative Dienste, Produkte und Systeme stoßen oft erst nach der Einführung und bei weiter Verbreitung auf robuste wirtschaftliche, gesetzliche oder kulturelle Normen mit der Folge aufwändiger Korrekturprozesse bis hin zum Innovationsstop. Es drohen für die Innovation Mauern und zeitliche Blockaden mit fatalen Wirkungen auf den jeweiligen Standort.

  • Andererseits ist es in einer ebenso dynamischen wie komplexen globalen Entwicklung erfahrungsgemäß auch nicht praktikabel, sämtliche Details möglicher Wirkungen oder Konflikten komplexer Entwicklungen in einem Analyse- und Diskussionsprozess abzuschätzen und gar die Akzeptanz bei Menschen und in Märkten vorab zu simulieren. Es erfolgen erfahrungsgemäß lange Diskussions- und Denkpausen mit fataler Wirkung auf den jeweiligen Standort.
  • Als hilfreiches Leitbild hat sich an allen innovativen Standorten ein Mittelweg herausgestellt, der die notwendigen interdisziplinären Analysen im Zusammenwirken der gesellschaftlichen Subsysteme mit diskursgestützten konsensuellen Empfehlungen verbindet. Nicht alle innovativen Impulse sind dergestalt in gemeinsame Strategien umsetzbar, gerade im globalen Wettbewerb sind zudem die notwendigen vorwettbewerblichen und regulatorischen Kapazitäten samt der erforderlichen Informationsarbeit oft nur unterkritisch vorhanden.

Hier setzen gerade am Standort Deutschland die Aktivitäten von Initiativen, Verbänden, Vereinigungen und Stiftungen an, die das konsensuelle Vorgehen in gemeinsam definierten Rahmen unterstützen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Kooperation der verschiedenen Institutionen, um angesichts der knappen Kapazitäten eine Doppelarbeit zu vermeiden.

Sie können im Prinzip ihr eigenes Thema bestimmen und ihre Idee im Seminar beschreiben/verteidigen. Das kann etwas sein, was jeden angeht, was nur Lehrer interessant finden oder was Informatiker mögen. 

Hier eine zielführende Anregung - Nicht alle, aber einige wenige Ihrer Arbeiten sollten sich das Thema Cloud Computing wählen:
Cloud Computing – was ist das?

  • ·     Abstrahierte IT Infrastrukturen (Rechenkapazität, Speicher, Services) - IaaS
  • ·     Virtualisierte Rechenzentren
  • ·     Web Services, Programmierumgebungen (PaaS), Buchhaltung (XaaS)
  • ·     Automatische Bereitstellung der Dienste und Ressourcen
  • ·     Businessmodelle rund um die Technologien,
  • ·     Oft genannt: Vorteil der  verbrauchsabhängigen Abrechnung

Was für Cloud Liefermodelle?

  • ·       Private Clouds mit privaten Pools
  • ·     Public Cloud
  • ·     Hybride Cloud
  • ·     Community Cloud

Cloud Computing Gefahren

  • ·       Unsichere APIs treffen viele Nutzer
  • ·     Shared Services Schwachstellen
  • ·     Datenverluste, Lecks zusätzlich zur herkömmlichen IT möglich
  • ·     Diebstahl und Entwendung von Accounts, Services und Datentransfers
  • ·     Neue Abhängigkeiten von Anbietern, warten auf Cloud Gewinne
  • .     Unterschätzung der Komplexität vernetzter Systeme
  • .     Bestimmte nichtkommerzielle Bereiche partizipieren auch? Bildung?

Cloud besteht aus etwas mehr als

  • ·       Saas Software as a Service
  • ·     Organic Computing (ideal wäre: selbst organisierend, selbst konfigurierend, selbst optimierend, selbst heilend, selbst schützend und selbst erklärend) mit Observer/Controller Architektur)
  • ·     Konzepte (Virtualisierung)
  • ·     Utility Computing (Skalierbarkeit, verbrauchsabhängige Abrechnung, Standardisierte Dienste, Virtualisierung, Automation)

Und was wären Leitbilder rund um die Cloud Technologien?

Technische Leitbilder –

  • ·       Träume des Software Engineering gehen in Erfüllung? Welche Technologien tragen? Welche sind überholt? Was ist reif geworden? Alles geht, alles schön, alles billig, alles gut?
  • ·     Alles skalierbar?
  • ·     Nachhaltig?
  • .     Spricht jemand davon, dass auch die Bildung/Schule etwas vom Cloud Computing hat?  

Leitbilder zu Sicherheit, Vertrauen, Zuverlässigkeit -

  • ·       Alles auf Kosten der Software Sicherheit? Neues Sicherheits/Vertrauens Bewusstsein? 
  •       Neue Sicherheitsangebote? Sind unsere Daten dann sicherer?

Leitbilder zu Macht und Ohnmacht -

  • ·       Wer will hier wem in der Gesellschaft Gutes tun?  Wem nützt die Cloud und wie? Wer sind die Player?
  • ·     Wie wird eigentlich Cloud Computig von den Medien der Gesellschaft "verkauft"?
  • .     Gibt es auch gepriesene Geschäftsmodelle für die nichtkommerzielle Informationsgesellschaft?
  • .     Wer betreibt was für wen? Was war der (alte) Preis? Was ist der (neue) Preis
  • ·     Alte Abhängigkeiten, Neue Abhängigkeiten?
  •       Einflussmöglichkeiten staatlicher Regulierung?

Zielgruppen des Seminars

Informatiker und Studierende der Informatik und außerhalb der Informatik, die den Weg in die Informationsgesellschaft/Wissensgesellschaft bewusst reflektieren wollen. 

Voraussetzungen

Eine gewisse Motivation, technische Zusammenhänge und ihre Wirkungen auf Bildung, Kultur, Gesellschaft und Politik beschreiben zu können, sollte mitgebracht werden. Wir erwarten keine speziellen fachlichen Voraussetzungen, aber eine weitergehende Diskussion und solide Ausarbeitung, die als wissenschaftlicher Tagungsbeitrag formatiert ist (Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, abstract, kurze Diskussion der Themenstellung, State-of-the-Art des Fachgebiets/Themas, Anforderungen, was man wissen muss zur Bearbeitung des Themas, Gedankenentwurf zum Thema,  Ausarbeitung/Aussage/Studie zum Thema, Zusammenfassung, Ausblick, Referenzen).  

Content

Das Seminar/Kolloquium (bzw. für einige auch die Belegveranstaltung) spannt einen interdisziplinären Bogen über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Probleme der Informationsgesellschaft. Die Seminarteilnehmer vertiefen wahlweise im Diskurs Themen zur (e-)Ethik, Internet Ökonmie, Regulierung, zukünftige Infrastrukturen, Digital Divide, Entkulturation, Eigen-)Datenschutz, informationelles Vertrauen, Fragen der gesellschaftlichen Technikgestaltung bzw. (Informations- und Kommunikations-) Technikeinfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen. Konvergieren die vorfindlichen Leitbilder und welche Werte sollen längerfristig Gültigkeit haben? 

Leistungsnachweis

Die Diskussionsbeiträge, Abschlussvorträge und Ausarbeitungen der Seminarteilnehmer werden insgesamt bewertet. Der Leistungsumfang entspricht 6 Leistungspunkten, also etwa 180 Stunden Arbeit für Studierende mit Grundstudium. Ausarbeitungen je 30 Seiten oder mehr. Die Bewertung und Diskussion erfolgt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus Rebensburg, der das Seminar im WS 2010/2011 organisatorisch betreut. Die endgültige Ausarbeitung soll vor Beginn des Sommersemesters 2011 abgeschlossen sein. In Ausnahmen kann die Lehrveranstaltung auch alternativ als Belegarbeit gelten.

Termine und Zeitplan (unmögliche Terminwünsche der Teilnehmer werden beim ersten und zweiten Termin (Mittwoch, 27. 10. 2010, 14:30-15:00 und Folgetermin am 11. November befragt.

Wir empfehlen, dass Sie per eMail Ihr Interesse bekunden an klaus.rebensburg (at) tu-berlin.de. Insbesondere, wenn PULS System hakelig ist oder wenn Sie aus einer anderen Hochschule kommen. Empfehlung: Sie sollten auch die Auftaktvorlesung  der Ringvorlesung am Mittwoch, den 27. 10. 2010 um 16:00 im Hörsaal 3.6. HS 01  besuchen.  Am selben Tag halten Dr. Klumpp und Prof. Dr. Klaus Rebensburg vorher die erste gemeinsame 1-stündige Seminarrunde, voraussichtlich im 03.4.0.03 bereits an der Uni Potsdam ab (Verteilung des Materials, Themendiskussion,  ggf. Ihre Interessenbekundung für eines der Themen, Erläuterungen und Befragung des Dozenten).
Sie bearbeiten als Teilnehmer einen der frisch herausgegebenen aktuellen Beiträge und seine thematischen Hintergründe/Umfeld zum Jahrbuch 2009 bzw. Publikationen  2010 der Alcatel-Lucent Stiftung, von Ihnen gefundene weiterere Literatur sowie eine Anthologie des Dozenten zum Themenbereich Informationsgesellschaft.  Dr Klumpp reist dann eigens für das Seminar aus Stuttgart am 1. Blocktermin an, der am Donnerstag, 11. 11. 2010 10:15-max. ca. 15:00 stattfindet. Bitte nehmen Sie das Terminangebot unbedingt pünktlich wahr.

Zeitplan 

  • Interessierte kommen bitte unverbindlich bereits am Mittwoch 27. 10. 2010 um 14:30 - 15:00 zum Raum 3.4.1.17 (Büro Rebensburg) für einige organisatorische Mitteilungen. Es soll ein erster Organisations- und Orientierungstermin des Seminars mit Prof. Klaus Rebensburg sein. 
  • Die Ringvorlesung am Mittwoch, 27. 10. 2010, 16:00-17:30 mit/von Prof. Klaus Rebensburg und Prof. Tiziana Margaria fokussiert informatisch/technische Aspekte rund um Informations- und Kommunikationsgesellschaft,  ihre Wirkungen und Bedeutung für die Menschen für unser (Informations-)Bewusstsein und setzt sich auch mit den Leitbildern rund um die Internetwelt und insbesondere auch mit dem Thema Cloud Computing auseinander. Das könnte hilfreich für Teilnehmer sein.
  • Prof. Rebensburg wird dann den ersten inhaltlichen Block am Donnerstag, den 11. 11. 2010, 10:15 - max. ca. 13:00 gestalten.
  • 2. Block, der dann mit Dr. Dieter Klumpp gestaltet wird, entgegen früherer Ankündigung doch Donnerstag, den 18. November 2010, 10:15 - max. ca. 14:00
  • 27. 10. 2010 (Mittwoch) 16:00 - 17:30 Ringvorlesung "Medienkonsum im Wandel", im Hörsaal 3. 6. HS01, Hauptgebäude Griebnitzsee, gleichzeitig auch für die Seminarteilnehmer "Leitbilder und Werte der Informationsgesellschaft"  empfohlen
  • 27. 10. 2010 (Mittwoch) 14:30 - 15:30  - Seminarraum 03.4.2.01, Informatikgebäude Griebnitzsee - Kickoff zum Seminar "Leitbilder der Informationsgesellschaft". Kurzvortrag Dr. Klumpp, Verteilung des Ausgangsmaterials, Themendiskussion,  Festlegung des Formats Ihres Beitrages, ggf. schon Ihre konkrete Interessenbekundung für eines der Themen, Erläuterungen und Befragung des Moderators und Betreuers Prof. Dr. Rebensburg
  • 11. 11. 2010 (Donnerstag) 10:15 - 14:00  - vor 3.4.1.16 Informatikgebäude Griebnitzsee - 1. Block zum Seminar "Leitbilder der Informationsgesellschaft". Verteilung weiteren Studienmaterials, Themendiskussion,  Ihre konkrete Interessenbekundung für eines der Themen, Erläuterungen und Befragung des Dozenten und  des Moderators Prof. Dr. Rebensburg
  • ... Auf Anforderung hat Dr. Klumpp an einem weiteren Tag eine zusätzliche Sprechstunde an der Uni Potsdam
  •  Blocktermin 2, Donnerstag, 18. 11. 2010, vor 3.4.1.16,  10:15 -max. ca. 14:00 -  Kurzvortrag Dr. Klumpp, anschließend stellen Gruppen ihren Beitrag skizzenhaft zur Diskussion (ca. 10 min), erhalten Hinweise, Kritik, Coaching und weiteres Material. Alle Informationen der Studierenden sind im Wiki eingestellt!
  • ... Blocktermin 3, voraussichtlich Donnerstag, 2.12.2010, 10:15 -15:00 vor 3.4.1.16- Zu diesem Termin liegen die Skizzen der Teilnehmer  in schriftlicher Form allen vor.  Kurzvorträge zu ausgewählten Themen. Diskussion und gegenseitige Zwischenbewertung
  • ... Blocktermin 4, wahrscheinlich Mittwoch, 15. 12. 2010, 10:15 -15:00 - dto
  • ... Blocktermin 5,  10:00-16:00 - Projektpräsentation, Diskussion und Bewertung der Teilnehmer 
  • Bis 15. 3. 2011 sollten die endgültigen Ausarbeitungen der Teilnehmer eingereicht sein
  • Bis    1. 4. 2011 sind sie dann (hoffentlich) bewertet

Literatur (Inhaltsangaben siehe weiter unten, jeder Teilnehmer der Lehrveranstaltung erhält kostenlos beide Referenzen als Datei/Buch): 

  1. Jahrbuch "Netzwelt, Wege, Werte, Wandel" Herausgeber  KLUMPP/KUBICEK/ROSSNAGEL/SCHULZ ", 2009,  SPRINGER HEIDELBERG erscheint November 2009. Eine  Inhaltsangabe des Jahrbuchs finden Sie hier als .pdf .
  2. Monographie "Informationsgesellschaft - Konvergenz der Leitbilder?" von Dieter Klumpp,  wird den Teilnehmern zu Beginn ausgehändigt.
  3. Falls Sie weitere Werke brauchen, dann können wir diese für Sie kostenlos beschaffen lassen, falls sie nicht an der Unibibliothek verfügbar sind..
  4. Ebenso können Sie vorschlagen, zum Thema eine Fachtagung zu besuchen. Wir werden uns an Ihren Unkosten beteiligen.

Lerninhalte

  • Content: Zusammenhangswissen rund um das Thema Informationsgesellschaft. Die Rollen der Beteiligten. Die Leitbilder - Wunsch und Wirklichkeit. Technologie, Techniken, Kultur, Politik, Recht, Bürgerrecht, Regulierung im Zeichen Europas, der Globalisierung.
  • Ausgangspunkt: Konkret, ausgewählte Publikationen ausgewählt aus 2 Referenzen (siehe Verzeichnis)
  • Lernziele: Verfassen eines wissenschaftlichen zu ausgewählten Artikeln/Themen nach vorgegebener Dramaturgie udn Format.
  • Methodenelemente: Thematische Recherche, Literaturanalyse, Brainstorm, systemanalytische Ansätze, Einordnung, Relevanz, vergleiche, kreatives Denken.

Folien und Material der bereits gehaltenen Beiträge bzw. weitere Arbeitsunterlagen

  • Folien der Ringvorlesung "Leitbilder ..." vom 28. 10. 2009 Dieter Klumpp: hier .pdf
  • Egänzendes Folienmaterial, noch nicht gezeigt von Klaus Rebensburg: hier .pdf
  • Protokollskizze und To Dos vom 29. 10. 2009 für den 3. 12. 2009 Klaus Rebensburg: hier .pdf









Literaturhinweis: Inhaltsangabe des Jahrbuchs

Klumpp, Dieter/ Kubiceck, Herbert/ Roßnagel, Alexander/ Schulz, Wolfgang (Hrsg.), Netzwelt - Wege, Werte, Wandel, Stuttgart 2009

Teil I: Netz und Qualität 

  • Die Debatte um Netzneutralität und Quality of Service
    Ingo Vogelsang
  • Regulatorische Herausforderungen durch die Umstellung auf ein IP-basiertes Telekommunikationsnetz
    Matthias Kurth
  • Paradoxe Intervention. Grundsätzliche Grenzen und Möglichkeiten der Regulierung von Online-Anbietern
  • Viktor Mayer-Schönberger
    Industriepolitik und Telekommunikationsmärkte im Übergang zum Wettbewerb – ein Ländervergleich
  • Brigitte Preissl
    Universaldienste und Next Generation Networks
    Patrick Xavier, Dimitri Ypsilanti
  • Wie geht es weiter nach DSL? Entwicklungsperspektiven der Versorgung mit Breitband-Internet
    Franz Büllingen
  • Breitband für den Ländlichen Raum – Dorfcarrier als Modell?
    Kai Seim
  • Bessere Daten für eine bessere Breitbandversorgung und –nutzung
    Herbert Kubicek
  • Die Qualitätskette im TV-System und in den verschiedenen Ausspielformen
    Dietrich Sauter, Harald Orlamünder
  • Zukunft der Mobilkommunikation – Wohin gehen wir?
    Thomas Haustein
  • The Internet Architecture – Is a Redesign Needed?
    Anja Feldmann

 Teil II: Personalisierung und Verantwortung

  • Das Grundrecht auf Schutz der Vertraulichkeit und Integrität eigengenutzter informationstechnischer Systeme
    Wolfgang Hoffmann-Riem
  • Das Problem der legitimen Verteilung von Ressourcen zur Sperrung von schädlichen Inhalten im Internet
    Per Christiansen
  • Daten- und Persönlichkeitsschutz im Web 2.0
  • Alexander Dix
  • Elektronische Identitäten im Internet und die Einführung des elektronischen Personalausweises
  • Martin Schallbruch
  • Bürgerportale für eine sichere Kommunikation im Internet      
  • Alexander Roßnagel
  • Vom Bürgerportal zur De-Mail – Usability und Kundenorientierung für komplexe Web-Angebote
  • Carsten Busch, Friedrich L. Holl
  • Identitätsmanagement in Netzwelten
  • Sandra Steinbrecher, Andreas Pfitzmann, Sebastian Clauß

 Teil III: Öffentlichkeit und Kultur

  • Die Richtlinie über Audiovisuelle Mediendienste als Kern europäischer Medienpolitik
    Wolfgang Schulz
  • Bleibt Rundfunk Rundfunk? Der Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Netzwelt
    Fritz Raff
  • Vom Wert des Rundfunks in der Netzwelt
    Jürgen Doetz
  • Wandel der Medienqualität: Reduktion und/oder Substitution?
    Dieter Klumpp
  • Perspektiven für die Bürgergesellschaft – Politische Kommunikation im Web 2.0           
    Dietrich Boelter, Hans Hütt
  • Individualisierung in der Netzwelt
    Klaus Kamps
  • Sicherung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen
    Verena Metze-Mangold
  • Telekom-Monopoly und Human Flesh Search – Europäische Ideen zu Chinas Informationsgesellschaft
    Thomas Hart

Inhaltsangabe der Monographie "Informationsgesellschaft - Konvergenz der Leitbilder?"

Klumpp, Dieter, Konvergenz der Leitbilder für die Netzwelt?, Interdisziplinäre und undisziplinierte Plädoyers zur vierten Diskussionsdekade über die und in der Informationsgesellschaft, Stuttgart, 2009

 (1) Einführung: Informationsgesellschaft ... loading, please wait

 (2) Informationsgesellschaft – Konvergenz der Leitbilder?

  • Konvergenz der Technik – ein Leitbild?
  • Leitbilder für die Informationsgesellschaft?
  • Konvergente Entwicklung oder normative Entscheidung?

 (3) Mensch und Informationsgesellschaft - neue ethische Fragen?

  • Der Mensch am Vorabend der Informationsgesellschaft
  • Fragen der Informationsgesellschaft vor Gericht
  • Von der Netiquette zur Charta
  • Sprung zur Aufwands-Minimalisierung
  • Menschenethik ersetzen durch Maschinenethik?

 (4) Die schwierigen Mittelwege zur Informationsgesellschaft

  • Der Internetzugang als neue Sehnsucht
  • Internetökonomie als „neue Ökonomie“?
  • Fakten, Fakten, Fakten!
  • Neue Ökonomie – schnelle Ökonomie?
  • Vom Wissen und von Ahnungen, wer Zugang haben sollte
  • Der Unterschied von Programm und Content
  • Physikoptionen und Regulierungschancen in der Contentwüste?
  • Neues Regulierungsregime für den Internetzugang?

 (5) Von der Informationsgesellschaft zur Kontextgesellschaft

  • Wer weiß schon, wie viele Blumen blühen?
  • Was nützt Wissen ohne Kontext?
  • Die digitale Kluft und das „Jetzt erst recht!“

 (6) Auf Holzwegen zur Informationsgesellschaft?

  • IT-Sicherheit: Abhängigkeit ist auch Verwundbarkeit
  • Paradigmenwechsel sind angesagt
  • Permissive Deregulierungs-Strategie

 (7) Die Zukunft mit den IuK-Techniken - den e-Kaffeesatz lesen?

  • Statistische Gegenwartslosigkeit
  • Wissen löst Zukunftsrätsel
  • Neue Strukturen in der Wertschöpfungskette

 (8) Netz-Ökonomie: E-Commerce nach „Hype“ und „Depression“

  • Fehlentwicklung beim Unternehmer-Leitbild
  • Fehleinschätzung von „Halbleiterchips als Rohstoff“
  • Medial erzeugte Überhitzung des Aktienmarkts
  • Verkennung der Wichtigkeit von Standards, Normen und Ordnungen
  • Illusion über die statistische Erfassbarkeit des menschlichen Verhaltens
  • Fehl-Strategie der Entmonopolisierung und Entstaatlichung
  • Infrastrukturfalle für Innovation und Wachstum

 (9) Die Kommunikation der Zukunft - Fluch oder Segen?

  • „Verschlankte“ Standardisierung
  • Unsicherheiten der Zukunftsplanung für Infrastrukturen
  • Der aktivierende Staat
  • Zukunftsbedürfnis aller Benutzer ist heutiger Bedarf der Allgemeinheit

 (10) Ein Digital Divide in Zeiten der Globalisierung?

  • Ist der „e-Kelch“ an uns vorüber gegangen?
  • „Täglich Zugang“ gleichauf mit dem „täglich Brot“?
  • Von der Schulpflicht zur PC-Pflicht?
  • Aktionspläne – Lesen, lachen, lochen?
  • „Unethisches Verhalten“ von Analysten und Bankern?
  • Informationsdienstleistungen
  • Bildung als Infrastruktur für die Informationsgesellschaft
  • Medienkompetenz für „Employability“?

 (11) Elektronisierung zwischen Entscheidung und Enkulturation

  • Elektronisierung: Kein Weg zurück
  • Neue Wege ohne Markt oder Staat
  • Infrastrukturen als Gewohnheitsrecht
  • Akteure im Zuständigkeitsdilemma

 (12) Legales Info-Abzocken im Netz: E-Commerce, Data-Mining und der Ander-Kontext

  • Qualitativer Sprung: „Click&Drag&Paste“
  • Zocken mit der Schwarzkopie
  • Zocken mit dem „Push“
  • Zocken mit der URL
  • Zocken mit Adressen und Tracing
  • Zocken mit dem „Datenmüll“
  • Zocken mit den Megabytes
  • Zocken mit dem Plagiat
  • „e-Ethik“ – ein Last-Paragraph-Wort?

 (13) Wissen in der Informationsgesellschaft - was ist das wert?

  • Erste Generation Informationsgesellschaft
  • Status der gesellschaftspolitischen Diskussion
  • Gretchenfragen rund um das Wissen
  • Neuer Wissens-Wert durch Datenbergwerke?
  • Herausforderung „Nächste Generation Informationsgesellschaft“

 (14) Eigen(daten)schutz in der Informationsgesellschaft

  • Eigendatenschutz auch ohne Angreifer
  • Eigendatenschutz als Kompetenzproblem
  • Eigendatenschutz als Wiederentdeckung von Ort und Zeit
  • Eigendatenschutz durch Alias-Infrastruktur
  • Eigendatenschutz durch Bildquellenfilterung
  • Eigendatenschutz - ein ewiges Auf-der-Stelle treten?

 (15) IT-Benutzerfreundlichkeit und ihre Feinde

  • Der Anwender als Käufer
  • Die gewachsene Infrastruktur
  • Segmentierte Einzelprodukte
  • Keine Ansätze für eine benutzeradäquate Gestaltung
  • Die lebenslange IT-Kompetenz
  • Das IT-Chaos der Nutzer

 (16) Schmale Bewegung im breiten Band

  • Ein Bewegtbild erzwingt mehr als tausend statische Bilder
  • Kein disziplinärer und sektoraler Dialog
  • Ohne Breitbandtechnikgestaltung nur schmale Akzeptanz

 (17) Bruchlinien des Alten und Kennlinien des Neuen

  • Bruchlinien des Alten
  • Kennlinien des Neuen

 (18) Besser als nichts - nachhaltig gut? –Paradigmenwechsel beim Digital Divide Nord-Süd

  • Information – die starke schwache Kraft
  • Neue Paradigmen für alte Akteurskreise?
  • Kommunikationsinfrastrukturen und Entwicklungsländer
  • Globusdeckendes Internet – ein ferner Traum
  • Die Substitutionsfunktion der Telekommunikation: Besser als gar nichts
  • Internet als modernes Entwicklungsinstrument?
  • Komplexitätsreduktion und Dissonanzreduktion als Tagesaufgabe

 (19) Netzwelt nur für lupenreine Demokratien?

  • Klärung des Stellenwerts von ICT
  • Funktionsdefizit der digitalen Netzkommunikation?

(19a) Gesellschaftliche Technikgestaltung: Abschätzen, Abwarten, Abwinken?

  • Abschätzen?
  • Abwarten?
  • Abwinken?

 (20) Konvergenter Content?

  • Wertschöpfungskette Telekommunikation
  • Content – je kostenloser, desto besser?
  • Nutzergenerierter Content
  • Heftige Debatte in der Wertschöpfungskette

 (21) Informationelles Vertrauen für die Informationsgesellschaft

  • Leitbild „Informationelles Vertrauen
  • Sicherheits-IKT und  IKT-Sicherheit?“
  • IKT-Sicherheits-Eigenheiten
  • Datenspuren wachsen exponentiell
  • Sicherheitsfragen rund um den Content

 (22) Medienqualitätswandel: Reduktion und/oder Substitution?

  • Medien auf Abruf oder Abonnenten auf Abruf?
  • Rohstoffveredlung Nachricht
  • Rohstoff „Nachricht“
  • Qualität von Nachrichten – kurz, schnell und pseudo-exakt
  • Reduktion klassischer Formate
  • Funktionales Ende der Massenmediums-Funktion?

 (23) Anhang

  • Autor
  • Literaturliste (des Autors)


 


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