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Algorithmisches Komponieren - Generated Content - die Wiedergeburt von Sound und Ästhetik?
Prof. Dr. Martin Supper in der 7. Ringvorlesung
2010 n_space "Medienkonsum im Wandel", Institut für Informatik, Uni Potsdam am Mittwoch, 9.
Juni 2010, um 17:00, Hörsaal 3. 06 HS.02, öffentlich, kostenlos
Algorithmisches Komponieren - Generated
Content - die Wiedergeburt von Sound und Ästhetik?

  
Bemerkung:
wird mit einem modernen computergesteuerten Elektroherd ein Brathähnchen
gebraten, so entsteht zweifelsfrei als Ergebnis ein Brathähnchen und kein Computerhähnchen.
Diesen Sachverhalt auf Musik bezogen - die Anwendung eines Computers für
musikalische Aufgaben - erlaubt die Frage, what makes Computer Music Computer
Music?
Beim
computergestützten algorithmische Komponieren wird meist zwischen Partitursynthese
und Klangsynthese unterschieden. Partitursynthese: die computergestützte
Errechnung einer Komposition, in der Regel für traditionelle akustische
Instrumente. Klangsynthese: die computergestützte Errechnung eines
synthetischen Klanges, der nur über Lautsprecher gehört werden kann. Die
Unterscheidung in Partitursynthese und Klangsynthese beruht noch auf einem
traditionellen Denken, das zwischen Partitur und Instrumentierung
unterscheidet. Beispielsweise ist ein computergeneriertes Kontinuum zwischen
zwei verschiedenen Klängen sowohl Partitursynthese als auch Klangsynthese. In
beiden Fällen - Partitursynthese und Klangsynthese - wird lediglich die Zeit
strukturiert, ihr eine Form gegeben.
Der
Vortrag beschäftigt sich vorwiegend mit unterschiedlichen Methoden der
computergestützten Partitursynthese. An Hand von musikalische Beispielen -
primär aus dem Bereich der sogenannten Neuen Musik - werden drei
unterschiedliche Strategien zur Errechnung einer Komposition dargestellt:
- Modellierung existierender
Kompositionsmodelle
- Modellierung eigener, neuer Kompositionsmodelle
- Auswahl von
Algorithmen außermusikalischer Disziplinen
Für
diese drei Kategorien werden einzelne Verfahren und Kompositionen beispielhaft
erwähnt. Ausführlicher wird die Kategorie "Auswahl von Algorithmen
außermusikalischer Disziplinen" dargestellt.
cv Prof.
Dr. Martin Supper - Studiengangsleiter, Honorarprofessor im
Teilbereich: Experimentelle Klanggestaltung, Universität der
Künste, Berlin
Studium der Informatik,
Linguistik und Musikwissenschaft an der Technischen Universität
Berlin. Ab 1980 zwei Jahre DAAD-Stipendiat am Instituut voor Sonologie
der Rijksuniversiteit Utrecht. Dort Studium der Computermusik und
Elektroakustischen Musik bei Gottfried Michael Koenig. Diplom in
Informatik, Promotion in Musikwissenschaft. Leitet seit 1985 das Studio
für Elektroakustische Musik & Klangkunst an der
Universität der Künste Berlin.
Künstlerische Tätigkeit
Kompositionen und Klanginstallationen, darunter DH2 (1989), das
für die Weltmusiktage 1990 in Oslo von der deutschen Jury der IGNM
ausgewählt wurde (CD-Veröffentlichung bei Cybèle) und
fragment (2003) for Speaker, two-channel tape, and loudspeakers,
Sprecher: Hanns Zischler. Eine der ausgewählten Kompositionen von
Tempo Reale Firenze (Luciano Berio), die in Florenz als
Uraufführung aufgeführt wurde (CD-Veröffentlichung bei
Perspectives of New Music). Zusammenarbeit mit Theater-Regisseuren,
Schauspielern, Tänzern, Hörspielautoren, Filmautoren u.a.
Wissenschaftliche Arbeiten und Autorentätigkeit
1981-1983 Erstellung einer Studie für rechnergestützes, interaktives Komponieren (BMFT gefördert)
1985- Buch- und Fachzeitschriftenveröffentlichungen im In- und Ausland.
1986- Vorträge auf internationalen Symposien
1995- MGG-Beirat für die Musik der U.S.A. nach 1950
2002- Contributing Editor des OPEN SPACE Magazine New York
2005- EARS concortium member: ElectroAcoustic Resource Site project (http://www.ears.dmu.ac.uk/)
Organisation, Management und Beratung
1984-1989 Aufbau und Leitung des Berliner Studios CUE
1985- Aufbau und Leitung des Studios für Elektroakustische Musik
& Klangkunst an der Universität der Künste Berlin
1988- Programmentwurf, Koordination und Organisation internationaler
Festivals, darunter die ICMC2000 (International Computer Music
Conference).
1991-1993 Gründungs- und Vorstandsmitglied der DecimE, jetzt
degem, deutsche Sektion der »Conféderation Internationale
de Musique Électroacoustique«
2000 Akustische Beratung für den »Klangkörper Schweiz« von Peter Zumthor
1997-2006 Jury-Mitglied der INM (Initiative Neue Musik, Berlin)
2001 Jury-Mitglied der Karl-Hofer-Gesellschaft, Berlin
2006 Jury-Mitglied der Weltmusiktage 2006
2007 Jury-Mitglied der Villa Aurora, California
Forschungsschwerpunkte
Geschichte und Ästhetik der Elektroakustischen Musik, Computermusik und Klangkunst
Fragestellungen darüber, was medienadäquate Musik und Klangkunst ist
Buchprojekt über Iannis Xenakis
Kontakt:
Tel.: +49 30 3185-2127, E-mail: supper@udk-berlin.de,
http://www.udk-berlin.de/sites/unik/content/lehrende/martin_supper/index_ger.html
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe unter http://www.medienengineering.de/Ringvorlesungen/SS2010/ringevent_n_space.htm und zur Alcatel-Lucent Stiftung für
Kommunikationsforschung unter http://www.stiftungaktuell.de.
Veranstaltungsort: http://www.uni-potsdam.de/lageplaene/griebnitzsee.pdf
Hörsaal 3.06.HS.02. am Standort Griebnitzsee.
- Anfahrtmöglichkeiten mit der Buslinie ▪ 694 ab Potsdam Hauptbahnhof nach S-Bahnhof Griebnitzsee, 40 m von der Haltestelle entfernt, rechts
-
mit der Regionalbahn / S-Bahn: von Berlin/Potsdam S7 (alle 10 Minuten) S-Bahnhof Griebnitzsee, Ausgang Universität, Straße überqueren, noch 40 m
- mit der Regionalbahn RB 21 (Griebnitzsee - Wustermark) nach S-Bahnhof Griebnitzsee, Ausgang Universität, Straße überqueren, noch 40 m
- mit dem Auto
Prof. Dr. Helmert Straße kurz vor dem Ende der Straße, der
Eingang des Gebäudes liegt hinter dem Mensagebäude
rechts 40 m. Parkplätze auf der llinken Seite oder am Kopf der
Straße.
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