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Dr. Cornelius Bradter, Hochschule für Film und Fernsehen, in der Ringvorlesung Medienproduktion im Wandel:
"Multimediale Archive", HFF Potsdam, Mittwoch, 25.
11. 2009 um 17:00 im Hörsaal HFF 2115 - öffentlich.
Im digitalen Zeitalter bilden effektive und intelligente elektronische
Medienarchive und Medienbibliotheken das Rückgrat sowohl für die Medienverwertung
und als auch für den Produktionsprozess. Multimediale Medienarchive können
- produzierte audiovisueller Medien wie Filme, Videos, Songs oder Reportagen beinhalten
und bilden damit die Grundlage für deren Vertrieb und Verwertung,
- einzelne Medienelemente wie
Geräusche u. Effekte für die Nachvertonung, Overlays,
Video- oder Bildsequenzen für die Montage aufnehmen und stellen
dann das Repository für die Postproduktion,
- Programmelemente
speichern und organisieren und sind dann die Basis für die
Programmablaufsteuerung der Rundfunk oder Fernsehanstalten,
- 3d-Modelle,
Transformationsdaten, Bewegungsabläufe oder fertige Szenen aufnehmen und bilden dann die Grundlage
für das Erstellen und das Zusammensetzen komplexer Szenen oder Figuren bei
Spielen oder virtuellen Welten,
- kostengünstig
und effektiv historisches Material und das kulturelle Erbe erhalten,
bewahren und zugänglich machen.
Adäquate Archive und Medienbibliotheken sind häufig der
entscheidende Faktor, ob Medien bzw. Medienelemente einer Nutzung zugeführt
werden können.
Die Postproduktion basiert heute sehr stark auf archiviertem
Material.
Intelligente Medienbibliotheken, eingebettet in automatisierten
Prozessen, übernehmen immer komplexere Aufgaben bei der Materialanlieferung und
Zusammenstellung.
Häufig entscheiden sie darüber, ob eine Produktion von immer
demselben Material oder von Vielfalt und umfangreicher Wahlwahlmöglichkeit
bestimmt wird.
Unterstützung durch intelligente Archivsysteme macht einen
kreativen künstlerischen Prozess auch unter starkem Zeit und Kostendruck noch
möglich.
Eingesetzt in der Forschung ermöglichen verknüpfte Mediendatenbanken,
in automatisierten Prozessen eine Unmenge von Beispielen zu analysieren und
nicht mehr auf exemplarisches Arbeiten beschränkt zu sein.
An der Hochschule für Film und Fernsehen werden mit „Semantik
Media“ und dem „Studio Babelsberg Historical Project“ zwei Projekte durchgeführt,
in denen intelligente Mediendatenbanken und das Arbeiten mit ihnen eine
zentrale Rolle spielen.
Der Vortrag erläutert am praktischen Beispiel Aufbau, Eigenschaften,
das Arbeiten und die Probleme von Mediendatenbanken.
cv
Dr. Cornelius Bradter
- Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Deutschen Philologie an der
Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster
- Spezialisierung Musikpsychologie, Abschlussarbeit über kognitive
Musiktheorien
- Arbeit als Toningenieur in verschiedenen Tonstudios, vornehmlich
im Bereich klassische Musik, Werbung und Industriefilme
- Technischer Service für Tonstudios
- Entwicklung von analogen Geräten für spezielle Audio- und
Messaufgaben
- Promotionsstudium an der Technischen Universität Berlin im Fachgebiet
Kommunikationstechnische Grundlagen von Sprache und Musik, Schwerpunkte
Gehörmodelle, Akustik und Informatik
- Lehrbeauftragter an der TU-Berlin
- Lehrbeauftragter in FB Informatik und Medien an der Technischen
Fachhochschule Berlin
- Lehrbeauftragter an der Hochschule für Film und Fernsehen, Potsdam
Babelsberg
- Wissenschaftlich-künstlerischer Mitarbeiter an der HFF
- Kooperation mit dem Institut für Informatik der Universität Potsdam zum
Thema "Semantic Audio" und tubIT, dem IT Zentrum der Technischen Universität
Berlin
- Aufbau des „Thiele-Krause-Online-Archivs für Audiovisuelle
Medientechnologien“ und des „Studio Babelberg Historical Project“
- Durchführung des Forschungsprojekts „Die semantische
Strukturierung von digitalen Medienarchiven zur Teilautomatisierung des
Audioproduktionsprozesses“
Ort der Veranstaltung:
Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf". Marlene-Dietrich Allee 11, 14482 Potsdam, Raum 2115
Mit öffentlichen
Verkehrsmitteln:
S-Bahn Berlin - Potsdam: S 1 + S 7 (S 1
Umstieg Bhf. "Wannsee") bis zum Bhf. "Griebnitzsee", Bus 694 (Richtung
Stern-Center) oder 696 (Richtung Robert-Baberske-Str.) bis "Stahnsdorfer Str."
oder Fußweg vom Bhf. zur HFF: 15 Min.
Regionalbahn Berlin Charlottenburg/
Wannsee in Richtung Belzig/Jüterbog: bis Bhf. „Medienstadt Babelsberg“, Bus 696
(Richtung Bhf. Griebnitzsee) bis „Stahnsdorfer Str.“ oder Fußweg vom Bhf. zur
HFF: 10 Min.
Mit dem Auto A 10
(südlicher Berliner Ring), am Dreieck Nuthetal auf die A 115, Abfahrt
Potsdam-Babelsberg, über die Nuthe-Schnellstraße Richtung Zentrum, Abfahrt
Wetzlarer Straße, Richtung Medienstadt über die August-Bebel-Straße, vorbei am
Studio Babelsberg links in die Marlene-Dietrich-Allee abbiegen.
Die n_space Ringvorlesung wird veranstaltet vom Institut für
Informatik der Universität Potsdam (Prof. Dr. Klaus Rebensburg)
und von der Hochschule für Film und Fernsehen HFF (Prof. Dr.
Kerstin Stutterheim, Jennifer Hoffmann). Die Veranstaltungsreihe
findet im Rahmen des Stiftungsverbundkollegs Berlin der
Alcatel-Lucent Stiftung
Stuttgart statt. Die Veranstaltung wird u.a. durch das Ministerium für Arbeit,
Gesundheit und Familie aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds und des Landes
Brandenburg gefördert.
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