Deutsche Telekom startet Vermarktung breitbandiger T-DSL-Angebote

Hannover/Bonn, den 16. März 1999

Breite Produktpalette für Geschäftskunden - Attraktive Preise - Schneller Internet-Zugang für Privatkunden kommt im Juli - Erstausbau bis Jahresende in mehr als 40 Orten

 Als erster Netzbetreiber in Deutschland bietet die Deutsche Telekom ihren Kunden ab April T-DSL-Produkte an. Mit der Bereitstellung von breitbandigen T-DSL-Zugängen zum öffentlichen Internet sowie Intranet- und Extranet-Lösungen beginnt eine neue Ära der Telekommunikation. Das Angebot steht zunächst professionellen Nutzern zur Verfügung. Im Juli 1999 ist der Vermarktungsstart für das T-DSL-Privatkundenangebot - der sogenannte Fast Internetanschluß - vorgesehen. Die T-DSL-Produktfamilie der Deutschen Telekom basiert auf der sogenannten ADSL-Technologie. ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line.

Mit der Bereitstellung der ADSL-Technologie in 43 Ortsnetzen bis Ende 1999 werden von der Deutschen Telekom im ersten Schritt die Voraussetzungen für 100 000 Kundenanschlüsse geschaffen. Der weitere Ausbau erfolgt sukzessive entsprechend der Nachfrage, so daß bis 2003 eine weitestgehende Versorgung der Kerngebiete erreicht wird. Mit Hilfe der ADSL-Technologie wird die Übertragung hoher Datenvolumina - bis maximal acht Megabit pro Sekunde - über das vorhandene Kupferkabel des Telefonanschlusses möglich. Der Schwerpunkt der intensiven breitbandigen Internet-Nutzung liegt in diesem Fall beim Empfang (Download) von Daten.

Die Möglichkeiten von T-DSL werden konsequent für den breitbandigen Zugang zu T-Online genutzt.

Mit T-Online Speed 50 und T-Online Speed 100 führt die Deutsche Telekom im Juli die ersten Breitbandangebote für T-Online-Nutzer ein. Der T-Online Speed 50-Kunde surft mit 768 Kilobit pro Sekunde für einen monatlichen Grundpreis von 99 Mark und mit 50 Freistunden. T-Online Speed 100 beinhaltet bei gleicher Zugangsgeschwindigkeit 100 Freistunden zu einem monatlichen Grundentgelt von 149 Mark. Dazu kommt das Entgelt für ein Paket aus ISDN-Standard- und T-DSL-Anschluß zu einem Monatspreis von 98 Mark.

Der Vermarktungsstart für die ADSL-basierten Geschäftskunden-Produkte T-InterConnect und T-Net ATM-Produkte erfolgt im April 1999. T-InterConnect verfügt über zunächst je vier ADSL-basierte Produktvarianten, die in die bestehenden Produktlinien Classic und IntraConnect integriert sind. Sie werden in Bandbreitenkombinationen zwischen 1,5 Mbit/s und sechs Mbit/s downstream sowie 160 kBit/s und 576 kBit/s upstream angeboten. Neben dem einmaligen Bereitstellungsentgelt zahlt der Kunde für die monatliche Nutzung entsprechend seiner durchschnittlich genutzten Bandbreite.

Bei T-Net ATM werden ADSL-basierte Produkte innerhalb von ATM-Access als Wählverbindungen (SVC, switched virtual connection) und bei ATM-Solution als Wählverbindung sowie auch als permanente Verbindung (PVC, permanent virtual connection) realisiert. Die Anschlüsse werden in mehreren Bandbreitenkombinationen zwischen zwei Mbit/s und sechs Mbit/s sowie 204 kBit/s und 614 kBit/s offeriert. Das Preiskonzept orientiert sich am bestehenden Modell für T-Net ATM und beinhaltet neben dem einmaligen Bereitstellungspreis ein monatliches Grundentgeld sowie Preise für die Verbindungen. Mit dieser neuen Zugangsmöglichkeit wird der ATM-Dienst der Telekom jetzt auch für mittlere und kleinere Unternehmen interessant.

Auf der CeBIT '99 erfolgt eine breite Anwendungspräsentation sowohl des Pilotprojektes als auch der ersten Geschäftskundenangebote mit Referenzkunden. T-InterConnect wird gemeinsam mit dem Referenzkunden AlphaNet und der Firma Intershop im Bereich Online-Shopping gezeigt. Die Performance für die Updates und Abrufe der Kunden wrid durch die exclusive ADSL-Leitungsanbindung der Deutschen Telekom unterstützt. Im Bereich T-Net ATM werden mit dem SVC-Verfahren Anwendungen aus der Werbebranche, der Automobilbranche und der Architektenbranche präsentiert. Dabei steht der Vorteil der ADSL Zugangstechnologie, die kostengünstige breitbandige Anbindung kleiner und mittlerer Unternehmen zum Versenden großer Datenvolumina, im Vordergrund.

In einer Referenzanwendung mit der R+V Versicherung wird der Aufbau von Wählverbindungen im realen Anwendungsumfeld demonstriert. Die Filialen haben hier die Möglichkeit, multimediale Kundendaten von einer zentralen Datenbank abzurufen. Bei Bedarf kann die Filiale per Videokonferenz einen Spezialisten konsultieren.

Die Vorteile einer ADSL-basierten Internetnutzung für Privatkunden werden sowohl anhand der neuen T-Online-ADSL-Homepage als auch am Beispiel des Pilotprojekts gezeigt. Neben dem schnellen Internet-Surfen sind im Pilotprojekt auf einer besonderen Multimediaplattform Applikationen wie Online-Spiele, Videos in MPEG1-Qualität zum Online-Streaming oder zum Herunterladen (Video on Demand), eine Bilddatenbank, Musiktitel und Musikvideos abgelegt. Dieses Angebot soll einen Überblick über die vielfältigen, neuen Anwendungsmöglichkeiten im Privatkundenbereich geben, die mit ADSL-Anschlüssen in Kürze möglich sein werden. Erstmals präsentiert wird auch die inzwischen implementierte E-Mail-Funktion. Die Kunden des Pilotprojekts können ihre schnellen Internet-Anschlüsse bis zum Start des Regelangebots weiter nutzen.

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